Im späten Herbst treffen wir alle Vorbereitungen für die kalte Winterzeit und machen die Alpe winterfest. Im Winter sind auch wir in Oberstdorf im Tal und treffen alle Vorbereitungen und Planungen für einen nächsten, gelungenen Alpsommer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ab Mitte Mai erwacht die Fluchtalpe aus Ihrem Winterschlaf. Die Gatter werden geöffnet, feine Kuchen duften aus der Küche und die deftigen Brotzeiten verlocken nach mehr. Ab Mitte Mai bis Ende Oktober freuen wir uns täglich auf Ihren Besuch.

 

Zeit der Wärme - Zeit für Gefühle

Wir die „Familie Berktold“ bewirtschaften in Oberstdorf seit Generationen traditionell unseren Bauernhof und sind seit fast 300 Jahren in der Landwirtschaft tätig. Die Fluchtalpe, die im Besitz der Familie Graf von Walderdorff ist, ist von uns gepachtet. Diese wird urkundlich erstmals im Jahr 1601 erwähnt. Damals gehörte die Alpe noch zur Hinteren Wildenalpe. Die Fluchtalpe wird bei uns im Volksmund nur „Flucht“ genannt, womit die so genannte „Schneeflucht“ gemeint ist.

Für den vorderen und hinteren Wilden ist die Flucht der natürliche Ort um bei Schneeeinbruch mit dem Vieh dorthin zu ziehen. Trotz Neuzeit und Technik ist es nicht leicht, das Weideland und die Bergwiesen mit den ertragsarmen Steilhängen zu bearbeiten. Tradition, die Liebe zur Heimat und die Verpflichtung das Erbe der Altvorderen zu erhalten, ist die Motivation für die praktizierenden Bergbauern, denn vom Ertrag können sie nicht leben.

Ohne Bauernstand würde es bald keinen ökologisch bearbeiteten und gepflegten Erholungsraum mehr geben. Gerade bäuerlich geprägte Landschaften laden ein – sie sind die Grundlage eines zukunftorientierten Tourismus.